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Letzte Aktualisierung am Donnerstag, 10. Mai 2012

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Ziegelfassade

Eine Fassadenrenovierung ist nicht nur eine Sache der Ästhetik, sondern sie ist auch wichtig für den Werterhalt des Hauses - und, kombiniert mit einer Dämmung, für dessen Wärmebedarf"

Ziegelfassade

Kleider machen Leute, Fassaden machen Häuser. Ein verblüffender Effekt, wenn ein und derselbe Baukörper mit unterschiedlichen Materialien oder Farben, mit Stuckaturen oder farblich abgesetzten Feldern jeweils neu gestaltet wird. "Ist das tatsächlich dasselbe Haus?", fragt man sich - und entdeckt auf einmal die Möglichkeiten, die in einer Fassadenrenovierung des eigenen Hauses stecken.
Dabei sollte die Auswahl nicht beliebig sein: Zu einer Friesenkate gehört üblicherweise eine Ziegelfassade, zu einer Villa der Jahrhundertwende eine aus Putz, das Ökohaus schmückt man mit Holz. In vielen Regionen gibt es typische Stilelemente, deren Verwendung es einzuhalten gilt und die zum Teil sogar in Bausatzungen festgeschrieben sind. Vielerorts aber stehen dem Hausbesitzer alle Möglichkeiten offen. Die passende zu wählen ist nicht allein eine Frage des Geschmacks, sondern auch des Preises - und des Energiebedarfs.

Die Außenwände von Millionen von Häusern, die vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 gebaut wurden, sind ein heftiges Leck, durch das in jeder Heizperiode Wärme für viele Hundert Euro verloren geht. Wenn also die Fassade ohnehin renoviert werden muss, weil der Anstrich verschmutzt oder rissig geworden ist, der Putz bröckelt und man sich mit dieser Visitenkarte nur ungern präsentiert, ist der richtige Zeitpunkt für eine Fassadendämmung gekommen.

Das hat der Gesetzgeber sogar vorgeschrieben: "Wenn an einem bestehenden Gebäude die Außenwände von beheizten Räumen ersetzt, erstmalig eingebaut oder auf der Außenseite erneuert werden", heißt es in der Energieeinsparverordnung, "muss der Wärmedurchgangskoeffizient der Außenwand nach der Maßnahme mindestens U = 0,35 W/(m2K) aufweisen." Zum Vergleich: Der U-Wert einer ungedämmten Wand beträgt oftmals 1,5 W/(m2K), ist also viermal schlechter als der heute gesetzlich vorgeschriebene Mindestwert. Das "Argument", die Hauswände seien doch bereits ausreichend dick und bräuchten deshalb nicht gedämmt zu werden, ist falsch: Entscheidend für den Wärmeschutz ist die Wärmeleitfähigkeit eines Wandbaustoffs. Die schweren Baustoffe, aus denen dickere Wände bestehen - etwa das Vollziegel- oder das Kalksandsteinmauerwerk -, leiten Wärme leider sehr gut nach außen ab, so dass sie einen schlechten Wärmeschutz aufweisen.

Es hat viele Vorteile, wenn die Fassade nicht nur verschönert, sondern auch noch gedämmt wird:

1. Das Haus präsentiert sich attraktiv und werthaltig.

2. Die Heizkosten sinken beträchtlich.

3. Die höheren Innenoberflächentemperaturen (Außenwand) im Winter sorgen für ein behaglicheres Wohnklima.

4. Das Haus ist so bestens vor Bauschäden wie Durchfeuchtung und Schimmelbildung geschützt.

 

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